Marieluise Hacker | Grafik, Brand- & Web Design München

Moodboard erstellen . in 5 Schritten zu deinem Moodboard

Moodboard erstellen: so gestaltest du dein Moodboard in 5 Schritten

Inhaltsverzeichnis

Du weißt, du solltest ein Moodboard erstellen für deinen Markenauftritt, aber du weißt gar nicht so recht warum du ein Moodboard benötigst? Im Markenaufbau deiner Personal Brand ist das Moodboard einer der wichtigsten Schritte, die du zu Beginn machen solltest. Denn ein Moodboard ist nicht Deko. Es ist das visuelle Fundament, auf dem deine gesamte Personal Brand aufbaut.

Klingt nach viel Aufwand?
Ist es nicht.

Aber es fängt mit einer einzigen Frage an: Wie soll sich meine Marke anfühlen?

In diesem Artikel erfährst du, was ein Branding Moodboard ist, was reingehört — und warum du hier startest, bevor du auch nur ein einziges Design anfasst.

Was ist ein Moodboard?

Ein Moodboard ist eine visuelle Zusammenstellung bzw. Collage aus Bildern, Farben, Schriften & Texturen. Ziel ist es eine gemeinsame Stimmung und Identität einer Marke zu zeigen – noch bevor das eigentliche Design beginnt.

Der Begriff setzt sich aus „Mood“ (Stimmung) und „Board“ (Tafel) zusammen. Du kannst es digital erstellen, zum Beispiel in Canva oder Pinterest, oder oldschool mit Papier, Schere und Kleber.

Ein Moodboard zeigt wie sich dein Markenauftritt anfühlen soll. Das macht es zur unverzichtbaren Grundlage für alles, was danach kommt: Logo, Farbpalette, Website, Bildsprache, Social Media.

Was ist der Unterschied zwischen einem Moodboard und einem Brandboard?

Diese beiden Begriffe Moodboard & Brand Board werden gerne einmal verwechselt, deshalb hier eine kurze Erklärung für dich:

Der kreative Startpunkt deines Brandings. Noch offen, noch emotional, noch experimentell. Es geht darum, ein Gefühl einzufangen — keine fertigen Entscheidungen, sondern Richtung und Energie.

Das Ergebnis des Designprozesses. Die finalen Markenfarben, Schriften, das Logo, der Bildstil, all das wird im Brandboard oder auch Brand Style Guide genannt festgehalten. Es dient für die weitere Arbeit mit der Marke als eine Art „Anleitung“, um eine konsistente Marke aufzubauen und zwar über alle Kanäle hinweg. 

Das Moodboard kommt vor dem Brandboard. Wenn du diesen Schritt überspringst, baust du auf wackeligem Fundament — und wunderst dich später, warum das eigene Branding sich nicht stimmig anfühlt.

Warum ist das Moodboard so wichtig für meinen Markenauftritt?

Ein Branding Moodboard schafft visuelle Klarheit, bevor du in die Umsetzung gehst und spart dir damit Stunden an Korrekturschleifen und Designfrust. So erarbeitest du strategisch und nachhaltig deinen Markenauftritt, ohne nach ein paar Wochen wieder alles von Null an beginnen zu müssen.

Das leistet ein gutes Moodboard für dich:

Und manchmal merkst du erst beim Erstellen, was du eigentlich die ganze Zeit schon wusstest. Doch endlich kannst du visuell das darstellen, wie du bereits deine Marke gefühlt hast.

Was gehört in ein Branding Moodboard?

Dein Branding Moodboard sollte fünf Kernelemente enthalten, um ein ganzheitliches Gefühl der Marke transportieren zu können. Diese Kernelemente finden sich dann im späteren Design ebenfalls wider. Gemeinsam bauen wir hier ein Moodboard auf und ich zeige es dir auch visuell Schritt für Schritt, wie sich das Moodboard Beispiel aufbaut.

Bilder & Fotografien

Bilder sind das Herzstück in der Erstellung des Moodboards, denn Bilder transportieren Atmosphäre schneller als jedes andere Gestaltungselement. Doch auch bei Bildern gibt es unterschiede:

  • Lifestyle Bilder – die deine Wunschkund:innen in deine Markenwelt mitnehmen
  • Stimmungsbilder – Detailaufnahmen, die gewisse Strukturen, Details oder Texturen zeigen
  • Flatlays oder Szenen – die den Vibe & die Emotionen deiner Marke rüberbringen

Wichtig: Es geht nicht darum, was dir gefällt, sondern was bei deiner Zielgruppe das gewünschte Gefühl auslöst.

Moodboard erstellen mit verschiedenen Bildern

Farben

Farben kommunizieren unbewusst — und zwar sofort. Warme Erdtöne fühlen sich anders an als kühles Blaugrau. Saftiges Orange anders als zartes Altrosa.

Auf deinem Moodboard sammelst du Farbstimmungen, noch keine fixen Werte.

  • Du schaust: Welche Töne tauchen immer wieder z.B. in den Bildern auf?
  • Was passt zur Energie deiner Marke?
  • Aber ggf. auch welche Farben werden in deiner Branche benutzt?
  • Möchtest du dich hier anschließen oder bewusst damit brechen?

Aus diesen Eindrücken entsteht später deine Farbpalette.

Markenaufbau durch Moodboard Erstellung

Typografie

Schriften erzählen Geschichten. Eine Serifenschrift wirkt anders als eine moderne Groteskschrift. Handschriften anders als cleane Display-Typen.

Sammle Screenshots von Schriften, die dich ansprechen — aus anderen Websites, aus Büchern, aus Magazinen. Du musst noch nicht wissen, wie sie heißen. Du sammelst nur das Gefühl.

Ich nutze z.B. auch für die Inspirationssammlung gerne Creative Market. Hier finden sich auch bereits tolle Schriftinspirationen.

Markenauftritt erarbeiten durch Moodboard Beispiel

Texturen & Muster

Eine raue oder glatte Oberfläche. Geometrische oder organische Formen. Minimalismus oder Bold.

Texturen geben deinem Branding Tiefe. Ein leichtes Papier-Feeling kann einem cleanen Design genau die Wärme verleihen, die es braucht. Eine grafische Musterstruktur kann Energie reinbringen, wo sonst Leere wäre.

Aber Achtung: übertreibe es nicht mit zu viel Formen & Mustern. Weniger ist oft mehr und schafft Wiedererkennungswert.

Moodboard Beispiel als Markenauftritt für eine Personal Brand

Schlagworte (optional)

Ich persönlich bringe in ein Personal Branding Moodboard auch gerne Schlagworte in Form der Markenwerte oder kurze Statement Sätze mit rein. Sie fangen den Vibe der Marke noch einmal mehr ein und zeigen kurz und prägnant die Essenz.

Markenauftritt definieren durch Moodboarderstellung

So erstellst du dein eigenes Moodboard - Schritt für Schritt

Frage dich, wie sich deine Marke anfühlen soll.

Nicht: Wie sie aussehen soll, sondern wie sie sich anfühlen soll! Welches Gefühl soll bei deiner Wunschkundin entstehen, wenn sie dich das erste Mal sieht?

Sammle ohne zu filtern.

Pinterest ist dein bester Freund in dieser Phase. Erstelle ein Board, speichere alles, was dich anspricht — ohne zu analysieren. Scroll durch Magazine, Websites, Instagram.

Finde die gemeinsame Energie.

Leg alles (digital) aus. Was fällt dir auf? Welche Farben tauchen immer wieder auf? Welche Stimmung zieht sich durch? Was passt nicht rein?

Reduziere und kuratiere.

Ein gutes Moodboard hat keine fünfzig Bilder, sondern ca. 8 - 12, die alle in dieselbe Richtung zeigen.

Setze es zusammen.

Canva eignet sich gut für ein ordentliches Layout. Analog: Ausdrucken, aufkleben, an die Wand hängen.

Häufige Fragen zum Moodboard

Brauche ich Designkenntnisse, um ein Moodboard zu erstellen?

Nein. Ein Moodboard ist kein Designprojekt — es ist ein Findungsprozess. Du brauchst kein Handwerkszeug, nur ein ehrliches Gespür dafür, was zu dir passt. Wobei ein Blick von Außen von einem Designer oft Wunder wirken kann und dich und deine Marke noch einmal in einem ganze anderen Licht darstellen kann, auf das du vielleicht selbst nicht gekommen wärst oder dich im ersten Schritt auch nicht traust.

Kann ich ein Moodboard in Canva erstellen?

Ja, Canva eignet sich gut, um dein Moodboard zu visualisieren. Pinterest ist eine gute Anlaufstelle für die erste Inpspiration, aber um alles zusammenzufassen kannst du Canva wunderbar nutzen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Moodboard und einem Visionboard?

Ein Visionboard zeigt deine persönlichen Träume und Lebensziele wohin du willst. Ein Moodboard zeigt die visuelle Identität deiner Marke, wie du wahrgenommen werden willst. Beides kann sich teilweise überschneiden, hat aber unterschiedliche Funktionen und Zielsetzungen

Moodboard selbst erstellen oder lieber mit Designer:in?

Hier werde ich ehrlich mit dir.

Ein Moodboard erstellen ist der erste Schritt — aber eben auch nur der erste. Und auch dieser erste Schritt muss sitzen für den weiteren Branding Prozess.

Was danach kommt, ist der Teil, an dem ich oft sehe, dass viele feststecken: Aus einem Gefühl eine konsistente visuelle Identität entwickeln, die auf jedem Kanal funktioniert, professionell wirkt und sich wirklich nach dir anfühlt.

Genau da gibt es zwei Wege:

Du möchtest dein Branding selbst aufbauen?
Dann ist der Kurs „Design your Brand“ wie gemacht für dich. Du lernst Schritt für Schritt, wie du dein Markenfundament erarbeitest, ein Moodboard erstellst aber auch, wie du aus deinem Moodboard eine echte Markenidentität entwickelst — mit klarem Fahrplan, ohne Vorkenntnisse, direkt in Canva.

Du möchtest endlich einen Markenauftritt, der dich widerspiegelt, aber du selbst traust dich nicht an die Umsetzung und möchtest einen frischen Blick von Außen.
Dann lass uns gemeinsam arbeiten. Ich erarbeite mit dir deinen Markenauftritt vom Moodboard bis zum fertigen Brand Design, mit all dem, was ich in Jahren als Designerin gelernt habe: was funktioniert, was nicht, und warum.
Am Ende hältst du deine Marke in den Händen mit genau deinen Farben, deiner Schrift, Logovarianten und Designelementen und einem Gefühl von purem Stolz und Selbstbewusstsein.

Fazit: Kein Branding ohne Moodboard

Dein Branding beginnt nicht mit dem Logo. Es beginnt mit einer Frage:

Wie soll sich meine Marke anfühlen?

Und die Antwort darauf wird sichtbar im Moodboard.

Ein gutes Branding Moodboard gibt dir Klarheit, Orientierung und die Sicherheit, dass alle Designentscheidungen danach in dieselbe Richtung zeigen. Es ist kein Nice-to-have, es ist dein Fundament.

Wenn du weißt, was du fühlst, aber nicht weißt, wie du es sichtbar machst, dann bin ich da.

 

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